Karin Effertz

Die künstlerische Entwicklung von Karin Effertz begann bereits Mitte der 1950er Jahre mit Studien und Malunterricht bei Meiselbach und Conrad. Es folgten langjährige Weiterbildungen bei Walter Koch und E. Schlesinger sowie ein Studium an der Freien Kunstschule Mannheim, das sie 1992 erfolgreich abschloss. Bereits während dieser Zeit erweiterte sie ihr künstlerisches Spektrum durch Projektstudien, unter anderem bei Professor Jürgen Claus im Rahmen der Computergallery „Archetyp Mensch“. Seit den späten 1980er Jahren beschäftigte sie sich intensiv mit neuen Medien und besuchte zahlreiche Seminare in den Bereichen Fotografie, plastisches Gestalten und digitale Bildgestaltung. Ihr innovativer Umgang mit computergestützter Kunst wurde 1994 mit einem Preis bei der „Art Competition Swiss Computer“ der SCGA Schweiz ausgezeichnet. Darüber hinaus gehört sie zu den Gründungsmitgliedern des Kunstkreises Laudenbach.

Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland präsentiert. Zu den Ausstellungsorten zählen unter anderem Mannheim, Weinheim, Viernheim, Heppenheim, Laudenbach und Karlovy Vary sowie renommierte internationale Veranstaltungen wie die Ars Electronica in Linz, die International Print Biennale in Sapporo, die TISEA in Sydney, die FISEA in Minneapolis und das International Symposium on Electronic Art in Helsinki. Werke der Künstlerin befinden sich heute in öffentlichen Sammlungen, darunter die Städte Weinheim und Viernheim, das Landratsamt Heidelberg, die Stadtsparkasse Karlsruhe, das Postmuseum Berlin sowie das Regierungspräsidium Karlsruhe.

Im Zentrum ihres künstlerischen Schaffens steht die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten digitaler Bildgestaltung. Dabei verfolgt sie bewusst einen eigenständigen Weg, der sich von der traditionellen Malerei absetzt. Literatur und Sprache dienen häufig als Ausgangspunkt ihrer Arbeiten: Texte werden mithilfe von Frequenzmessungen und Spektralfarben in Farbwerte übersetzt und in rhythmische Kompositionen aus Form, Farbe und Bewegung verwandelt. Mit digitalen Werkzeugen, elektronischen Pinseln und fragmentarisch lesbaren Textelementen entstehen Bildwelten, die sowohl inhaltliche Bezüge zu literarischen Vorlagen herstellen als auch Raum für freie, imaginative Interpretationen eröffnen. So verbinden ihre Werke Technologie und Kreativität zu einer eigenständigen künstlerischen Sprache, die zwischen Struktur, Rhythmus und visueller Poesie vermittelt.

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VITA & MISSION —————

Texte in Farben verwandeln, Gedanken sichtbar machen

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Sprache wird Farbe, Farbe wird Rhythmus – digitale Kunst zwischen Technologie und Poesie

geboren 1941, Laudenbach · lebt in Laudenbach

karin.effertz@arcor.de

Ausgewählte Werke 2020 - 2026

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Nietsche Jede Sonne

Begegnungen

Goethe Pylades

Mann Zauberberg

Hölderlin Gedicht

Lenz Flucht

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